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Politisch korrekte Kinderarbeit

Politisch korrekt: Kinderarbeit im Haushalt

Es ist kein Gottesbeweis, wenn dein Kind dich bittet, die Waschmaschine ausräumen zu dürfen, die Teller abzutrocknen oder den Tisch abzuwischen. Es ist aber verdammt nah dran, denn eine weitere Arbeitskraft im Haushalt reduziert euren persönlichen Aufwand im aktiven Aufräum- und Reinigungsbusiness zuhause und schenkt dir hochqualitative Lebenszeit, die du mit sinnvolleren Dingen und Aktivitäten verbringen kannst. Zwar sind die kleinen Helfer noch ungelernt und mangelhaft ausgebildet, doch es fehlt ihnen selten an Motivation und Durchhaltevermögen. Um sie bei der Stange zu halten, musst du dich ein bisschen beweglich und tolerant zeigen und das zarte Pflänzchen des Interesses ordentlich gießen. Nur so wird es zu einem tragenden Mammutbaum, der über die nächsten Jahre zu einem festen Bestandteil der familiären Arbeitsstruktur heranwächst.

Babys und ganz kleine Kinder spielen in der gemeinschaftlichen Arbeitsaufteilung zunächst keine Rolle. Werden sie einen Hauch älter allerdings schon, denn jeder, der Teil der Gemeinschaft ist, hat auch seine Aufgabe zu verrichten und soll sich einbringen können. Kindern lernen dadurch Verantwortung zu übernehmen und Selbstbewusstsein zu tanken, denn für sie sind diese, aus unserer Sicht „alltäglichen“ Hausarbeiten, etwas Besonderes, richtige, spannende Perlen der Herausforderung, denen sie sich stellen wollen. Trotzdem solltest du versuchen, bei aller Liebe für den „Thrill-Faktor“ deiner Kinder, ihnen nicht irgendeine halsbrecherische Tätigkeit aufs Auge zu drücken, sondern eher etwas Leichtes, das sie nicht überfordert.

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Hat dein Kind die Aufgabe als „dazugehörig“ im Tagesablauf gespeichert und übt sie routiniert aus, wie z.B. eben kurz seinen Teller abspülen, darf eine weitere Aufgabe dazu kommen. Aber bitte überhäufe dein Kind nicht mit Aufgaben und kreiere auch keine, die in eurem Haushalt ohne keine Daseinsberechtigung haben.

Mit drei Jahren sind Kinder perfekte „Co-Laborateure“! Mal einen Teller oder einen Becher zum Frühstückstisch tragen, schon sind sie ganz stolz, hören sie ein Lob. Sowieso gilt unter uns Personalchefs: Trage die Kleinen verbal auf Händen, lulle sie mit Komplimenten und Worten der Anerkennung ein, wenn sie sich richtig Mühe geben und inständig versuchen, zu helfen. Einige Kinder brauchen manchmal ein bisschen mehr Unterstützung als andere und damit sie beim nächsten Mal nicht gleich abwinken, wenn ein Auftrag winkt, müssen die Rookies erst recht mit ins Gebet genommen werden. Ihnen solltest du dann ein bisschen zur Hand gehen und noch mal genau erklären, wie das geht oder worauf sich achten müssen. Was gar nicht funktioniert ist harsche Kritik. Das vermiest jedem Kind die Lust an der Mitarbeit und raubt garantiert sukzessive sein Selbstbewusstsein.

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Um kleinere Kollisionen im sauberen Arbeitsablauf zu vermeiden und unnötige Konfrontationen bezüglich der Ressorts zu unterbinden, übertrage deinem Kind stets die Erfüllung einer Aufgabe, die es auch reizvoll findet. Nichts ist müßiger und deprimierender als acht Stunden lang darüber zu debattieren, wer den Frühstücksmüll verklappt und wer abtrocknen darf. Ärger und Streit machen das Leben nur unnötig schwer. Was hier Abhilfe leisten kann ist das Rotationsprinzip: Jeder darf mal in einem festen Wechsel alles machen. Kommt immer gut an. Was bei deinem Kind hingegen überhaupt nicht gut ankommt ist das Unterjubeln eines Jobs, auf den du persönlich keinen Bock hast und den du nassforsch und kaltschnäuzig in die Auszubildenden-Abteilung abschiebst. Die kleinen, fleißigen Bienchen haben einen Riecher dafür und machen meistens gleich zu. Vergiss es also!

Sollte mal gar nichts gehen, weil der kleine Assistent eigentlich viel lieber und für Kinder durchaus nicht ungewöhnlich, spielen will, dann um Himmel`s Willen natürlich! Wir leben im 21. Jahrhundert. Sind das keine Dauerausreden deines Kindes, dann bitte sofort ziehen lassen. Ist es indes nur ein weiterer schlechter Versuch, sich aus der Affäre zu ziehen, dann hilft immer der Appell an den Familien- und Gemeinschaftssinn. Bei uns zuhause zieht das immer! „Jeder bringt seinen Teller zur Spüle. Auch Du, mein Freundchen!“

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Neben dem herkömmlichen Basislob für die pure Aktivität, kannst du natürlich bei guter Leistung noch ein Sahnehäubchen drauf sprühen. Fettes Lob plus kleine Überraschung, wie zum Beispiel: „Und jetzt lädt Papa dich auf ein Eis ein!“ oder „Jetzt haben wir Zwei aber genug gearbeitet. Jetzt kommt das Vergnügen! Wollen wir auf den Spielplatz?“ Von Sach- und Geldgeschenken ist im Rahmen leichter Hausarbeiten eher abzusehen. Bei derartigen Aufwendungen könnte dein Kind die Idee der Gemeinschaft leicht mißverstehen, bereits früh zu einem korrupten Arschloch mutieren und ernsthaft Gefahr laufen, eine steile Karriere als Berufskiller einzuschlagen. Will man so einen in der Familie?

Unser Hund Karlo vergisst nach 60 Sekunden bereits wieder, wo der Ball liegt, den er gerade noch am Zaun hinter sich gelassen hat. Und so startet er die Suche nach dem Ball erneut. Im Umgang mit Kindern in Arbeitsprozessen ist es ähnlich. Sie vergessen zunächst die Existenz ihrer Aufgabe, erinnern sich dann plötzlich wieder, beginnen mit der Ausführung und wissen dann aber trotzdem nach wenigen Sekunden nicht mehr, was sie eigentlich ganz genau machen sollten. Bestes Beispiel: das Abtrocknen. Da das Betrachten und genaue Inspizieren des Tellerdecors doch interessanter ist als das Abtrocken als solches, vergisst der kleine Putzteufel darüber seine eigentliche Motivation, den Teller in der Hand zu halten. Geduld ist also gefragt, mein Freund. Und das nicht zu knapp. Teilweise ist es auch schlauer mit an zu packen. Ein Klassiker ist das Zimmer aufräumen! Bevor alle zusammen Wurzeln schlagen oder auf die nächste Eiszeit warten, lang lieber mit zu, achte darauf, dass der kleine Mensch sich auch involviert und dann soll es gut sein. Beim nächsten Mal sieht es dann vielleicht schon wieder anders aus, und der Sprössling managed sein Zimmer von alleine. Routine braucht Zeit.

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Neben deiner unendlichen Geduld ist auch eine gut gefüllte Kelle Toleranz gefragt. Verabschiede dich innerlich also schon mal von ein paar Gegenständen, wenn dein Kind mit aufräumen oder spülen soll – irgendetwas geht immer Schrott. Halb so wild. Hier steht das „lachend Lernen“ deines Kindes, das Selbstbewusstsein schöpfen und Mitgestalten dürfen im Vordergrund! Und bedenke mal, wie viel du als Kind zuhause ruiniert, abgefackelt und zerstört hast. Das gehört dazu, wie die blauen Flecken auf dem Bein nach einem Rodeltag im Winter. Wie das „Was“ ist auch das „Wie“ eher sekundär, geht es doch um unseren so emsigen Nachwuchs. Permanentes Belehren und Reinfuhrwerken ist wenig zielführend. Das bremst den Spaß. Also, auf die Zunge beißen, wenn dich der Kontrollzwang so sehr beherrscht, und dann später, wenn das Kind oder die Kinder auf dem Spielplatz sind, heimlich „nachsaugen“. Das geht doch auch.

Behalte die Regelmäßigkeit der Durchführung der Aufgabe immer auf dem Zettel, damit diese selbst bei mangelnder Motivation und Begeisterung des eigenen Fleisch und Bluts auch nur mit halber Kraft erledigt wird und nicht jedes Mal Diskussionsgegenstand ist. Das kann nämlich schnell passieren, wenn du nicht auf Einhaltung achtest. Aber wir sind ja keine Sklaventreiber und folglich ist auch eine sportliche Haltung deinerseits gut vertretbar.

Romy trocknet gerne ab, sie stellt ihren Teller in die Spüle und manchmal fegt sie mit ihrem Kinderbesen die Küche. Meistens sieht es danach fürchterlicher aus als vorher, aber es ist so ein unendlich niedliches Bild, diesen kleinen Wicht über den Boden huschen zu sehen, wie er postwendend durch die gerade frisch zusammengekehrten Haufen tapst und sich wie ein Schnitzel freut. Da geht mir das Herz auf. Es gibt aber auch Tage, an denen sie sich weigert, ihren Teller wegzubringen, sich gar nicht kollegial zeigt und mir nicht einmal etwas anreicht. Selbst ruhiges auf sie Einreden funktioniert dann nicht, so dass ich einfach abwinke und es lieber selber mache. Meistens werde ich dann beim nächsten Mal wieder positiv von ihr überrascht, wobei die Rechnung ehrlicherweise nicht immer aufgeht. Aber wichtig ist für mich: Sie kennt den Prozess und sie hat verstanden, worum es bei der Sache für sie und uns alle geht.

Auch wenn es nicht immer perfekt klappt, weiß sie, dass ihre Unterstützung in der Gemeinschaft wichtig ist. Hätte ich versäumt sie so früh mit in den verspielten Reigen der vielfältigen Haushaltsarbeiten zu integrieren, dann würde ich mich vermutlich später beschweren, wenn sie mir in der Pubertät den gestreckten Mittelfinger als Geste nicht nur andeutet.

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Also, fühl dich von mir motiviert, den „early bird“ in dir zu aktivieren und früh den Samen für eine aktive Einbindung zuhause zu säen.

Aufgaben für Kinder im Vorschulalter 
- Wäsche aus Waschmaschine ziehen – getragene Wäsche in Wäschekorb packen – mit Kinderbesen die Küche fegen – sich selbst an- und ausziehen, Waschen und Kämmen 
- Mithelfen beim Zimmer aufräumen, Spielsachen wegräumen, Kleider zusammenlegen 
- Tisch decken und abräumen helfen 
- Mithelfen beim Backen, ein Müsli anrühren 
- Papierkorb leeren 
- Im Garten säen und pflanzen – Tierfütterung wie Hundefutter in Napf geben und mit Nassfutter oder einer Flocke vermengen

Aufgaben für Kinder im Grundschulalter- Blumen gießen – das eigene Zimmer selbständig aufräumen und das Bett machen 
- Knopf annähen, Schuhe putzen 
- Waschbecken und Badewanne reinigen 
- Müll wegbringen – Kleine Einkäufe 
- öffentliche Verkehrsmittel selbständig benutzen 
- Geschirr spülen und abtrocknen bzw. Geschirrspüler bedienen 
- Staub saugen 
- Tisch decken und abräumen 
- Einfache Gerichte zubereiten (Pfannkuchen, Pudding) 
- Einteilung des Taschengeldes – mal was zum Nachbarn bringen oder was abholen -

Aufgaben für Teenies- Frühstücksdirektor (Verantwortung für das Frühstück vom Kauf von Brötchen und Zeitung bis hin zum Decken und Abräumen) 
- eine Mahlzeit zubereiten, Kuchenbacken 
- Wochenspeiseplan und Einkaufsliste erstellen, incl. Preisvergleiche 
- Gartenarbeit: Beete pflegen, Laub fegen oder Rasen mähen 
- Babysitting von Geschwistern oder als zusätzliche Einnahmequelle nebst Taschengeld – Alle Kleidungs- und Wäscheteile waschen und bügeln können 
- Bett beziehen 
- eigenes Budget verwalten

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