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P.P.P. – Papas perfekte Pausenbrotbox

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Ich bin der Frühstücksminister im Haus Busemann. Mein Erfolg bemisst sich täglich aufs Neue an der Menge des verzehrten Inhalts, den ich morgens um 6.30 Uhr liebevoll drapiert in die quietschgelbe Brotbox geschoben habe. Der Spannungsbogen, der dann folgt, ist für mich immens dramatisch: Morgens mit Idee, Verstand, Geschick und im Schlafanzug geschmiert und erst abends nach der Arbeit erfolgt durch das schlichte Öffnen der Dose die schonungslose Auflösung.

Seit meiner Amtseinführung, Sommer 2013, gelten als valide Parameter Brotbisse, Möhrenstickvernichtung oder Quetschbeutelplünderungen. Doch seit einiger Zeit ist der Thrill vorbei, denn plötzlich herrscht Ebbe in der Brotbox. Keine Gefangenen, keine Überreste, nicht mal ein “Babybel”-Wachsstreifen sucht Gesellschaft – Ratzeputz leer gemampft! Offensichtlich hat ein halbes Jahr Schule gereicht, für den kleinen Vertilger die perfekte Pausenbrotbox-Mischung herauszuarbeiten. Das kommt natürlich nicht von ungefähr. Wie viele unangetastete Brote mit Aufstrichen von Leberwurst bis zuckerfreier Marmelade, von Honig bis Kochschinken sind in weißen Brottüten von mir Abend für Abend im Mülleimer beigesetzt worden. Ich hätte sie ja gegessen, so sehr verabscheue ich es, Nahrungsmittel wegzuwerfen, aber beim besten Willen – ich wäre vermutlich umgehend von den von Durchfall-Bakterien belagerten, leicht gewellten Pandemie-Bombern außer Gefecht gesetzt worden.

Suchst Du nach dem richtigen Mix aus essbar, gesund, politisch korrekt und dem kleinen Griff ins böse Kästchen, dann bist Du bereit für die “P.P.P.” getreu dem Motto unseres Lieblings-Grundschullehrers: “Da muss ordentlich Bumms drin sein – Eure Kinder brauchen Energie hier!”

Zärtlich wie wir hier zueinander sind, beginnen wir aber erst mal mit Dir:

Der Wecker klingelt früh. Die Bagage schläft und schenkt Dir somit noch ein paar friedliche Momente des Alleinseins. Zutaten für Dich vor der Zubereitung:

+ Stille

+ ein Becher Kaffee / Tee für Dich – der kleine Koffein-Stubser in den Tag

+ Brainstorming: Was ist da und könnte nicht nur theoretisch in der Brotdose landen?

+ Verweilen / Trinken / in den Tag gleiten, Radio an

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 Für ein gutes Brainstorming empfiehlt sich auch durchaus mal leichte Kostümierung. Hier: als abgesacktes Einhorn

Und jetzt loslegen!

Zutaten für die Brotbox: Brot – Obst – Gemüse – Milch und der Griff ins böse Kästchen

+ Brot: Gerne mit mindestens 50 Prozent Vollkornmehl – hält dank Vitamine und Mineralien länger satt und die Ballaststoffe sorgen für eine intakte Darmflora. Auch gut: Schwarzbrot, Graubrot, Mischbrot. Kreativ: zwei unterschiedliche Brotsorten werden zu einem Sandwich zusammen geklappt. Eine Hälfte kann auch Brötchen sein. Sieht schräg aus und ist entsprechend interessant. Die Scheiben mit Butter/Margarine beschmieren, nicht zu dick, aber bitte auch nicht zu sehr geizen.

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Brot, nackt. (Sammlung Busemann, 2014, Sao Paolo)

Diskurs: Es heißt, Butter sei am Ende das bessere Produkt, da es nicht so sehr verarbeitet wird, wie industriell gefertigte Margarine. Die, besteht sie größtenteils aus gehärteten Fetten, soll außerdem Fettsorten beinhalten, die Herzkrankheiten hervorrufen können. Klarheit herrscht darüber aber irgendwie bis heute noch nicht. Deshalb: Schweigt und lasset Euren Gaumen, bzw. den des Kindes entscheiden. Beide Streichfette haben definitiv ihre Vor- und Nachteile. Aber letztlich sprechen wir hier von so geringen Portionen – das macht den Kohl nicht fett und auch nicht krank und auch nicht sozial inkompetent.

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Streichfett-Beef! (Kindermann-Projekt, Stralsund, 1989+25)

Zum Brotbelag: jedes Kind hat seinen Favoriten – bei all der Süße, die die Kleinen täglich einfordern und irgendwie auch zugeführt bekommen, plädiere ich ja für Herzhaftes. Aber natürlich sind Marmelade oder Honig auch völlig okay, wenn sie dünn aufgetragen werden und die Kinder später die Zähne putzen. Das macht meine Große zum Beispiel nicht, deshalb bleiben wir eher bei Wurstauflage: Kochschinken, Salami oder magere Hähnchenbrust und ähnliches. Käse, der Kalziumspender, kommt auch immer gut an. Was bei uns leider nicht funktioniert, ist das Garnieren der Sandwiches mit Kräutern, Gurke oder Salat. Separat isst meine Tochter zwar Tomaten und Gurke, aber alles was mit Kräutern bestreut oder von Salatblättern bedeckt wird, landet im Abseits. Definitiver Frühstücksschrott ist übrigens Nussnougatcreme! Zu viel Fett, zu viel Zucker. Das Zeugs sollte eine Wochenendausnahme für Erstklässler und Kindergartenkinder bleiben.

Obst: ein Apfel in kleine Happen geschnitten – Schale dran lassen / eine Banane / eine Handvoll Blaubeeren, Erdbeeren oder derzeit bei uns hip: eine Kiwi plus Löffel in der Box.

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Die Schönheit eines Apfels vorm Zerschneiden

Gemüse: zwei bis vier Cocktailtomaten / dazu eine oder zwei in kleine Stäbchen geschnittene Möhre, Radieschen oder Gurke

Böses Kästchen: vier kleine Kekse, z.B. Buchstaben “Russisches Brot”, kleines Stück Sandkuchen, Bananen-Muffin (auf Bananenbasis mit Dinkelmehl), kleines Käsekuchenquarkriegelstück, etc.  - kurz: etwas Kleines und keinesfalls mit Schokolade verbunden. Und: Ja, es dürfen auch mal ein paar Gummibärchen sein. Darüber freuen sich die Zwerge so sehr!

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Marmorkuchen mit Froschkontur – ein Meisterwerk! (Anonymer Privatmann, Aachen, 2014)

Milch: Joghurt oder Quark oder Furchtzwerg – mit Löffel in die Box.

So, damit sind die wichtigsten Nahrungsmittel in der Brotbox vereint. Weitere Zutaten, mit der die Plastikschachtel sich “pimpen” lässt:

+ ein Quetschbeutel – vorzugsweise von “erdbär” (Biomarkt) mit z.B. Birne, Kürbis, Karotte und Apfel – die Kinder lieben diesen Smoothie

+ ein Mini-Babybel (jeden Morgen bei Romy im Sortiment)

+ kleine, getrocknete Minisalamis, z.B. von Aoste

+ ein paar Nüsse (idealer Snack) und getrocknete Früchte wie Sauerkirschen, Rosinen, Cranberries

+ Müsliriegel, z.B. von “alnatura” mit Dattel oder Feige oder eher auf Nussbasis – auch hier nix Schoko! (findet sich ebenfalls ab und an bei Romy in der Box)

Trinken: Milch ist wichtig. Mag Dein Kind normale Milch nicht trinken, ist ein Kakao auch völlig okay. Nur: Mach ihn selbst. Kaufe dazu umgesüßtes, echtes Kakaopulver und süße ihn dann selbst. Das ist viel gesünder.

Gib Deinem Kind täglich eine Trinkflasche voll mit frischem Wasser mit! 

 

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