Дървен материал от www.emsien3.com

Дървени греди за покрив

Die “TOP 21″ der Krankheiten in den ersten sechs Jahren

Ohne zu sehr in die Tiefe gehen zu wollen, konfrontiere ich dich jetzt mit der “Hitparade” der Krankheiten, die einem in den ersten sechs Lebensjahren deines Kindes in die Quere kommen, von denen du vielleicht noch nie etwas gehört, die du dem Mittelalter zugeordnet hast und dir den Tag, wenn nicht gar die Woche verhageln können. Aber es geht um das Wohl deines Kindes – also lesen!

 

PLATZ 1: Schnodder (Schnupfen)

Was ist das?
Menetekel und zugleich Aperitif eines grippalen Infekts

Was macht das?
Aus der Nase fließt Schleim, dazu ist sie derart verstopft, dass durch den Riechkolben keine Atmung mehr möglich ist.

Woher kommt das?
Ein Symptom aus der Gang des „grippalen Infekts“. Siehe entsprechende Krankheit.

Was tun?

  • den wahren Winzlingen (die, die sich noch nicht die Nase putzen können) mit einer gezwirbelten Taschentuch-Ecke die Popelschleimfraktion aus der Nase puhlen.
  • Mit Kamille oder Salz inhalieren / Ätherische Öle und Salben wie Vapo-Rup, etc. kannst du bei deinem Kind auf Rücken oder Brust auftragen, aber nicht den Super-Minis wie Säuglingen oder Kleinkindern
  • Nasenspray, wenn es der Kinderarzt duldet, aber bitte nicht zu lange nehmen
  • Kochsalzlösung als Nasentropfen
  • Der Arzt erwartet dich mit weit geöffneten Armen, wenn die Schnodder einen grünlich, gelben Schimmer aufzeigt oder die restlichen Freunde vom Infekt vorbeischauen und eine kleine Fieberparty im Körper steigen lassen.

Hat dein Kind plötzlich auch noch Kopfschmerzen oder verstärkt sich der Husten erst recht in der Nacht, dann kann auch eine Kiefer- oder Stirnhöhlenvereiterung vorliegen. Reicht es „nur“ für eine Nasennebenhöhlenentzündung, auch doof, freut die sich vorzugsweise über Begegnungen mit Mittelohrentzündungen oder Bronchitis.

 

PLATZ 2: Husten

Was ist das?
Ein uns angeborener Schutzreflex, die Atemwege von sämtlichem Müll wie Sekreten, Schleim oder sonstigen Fremdkörpern zu befreien!

Woher kommt das?

Als Begleiter eines grippalen Infekts ist Husten immer eine sichere Bank. Es gibt ihn aber auch lang anhaltend, und somit chronisch an Bord oder aber plötzlich bellend, mit Verdacht auf ein „Kruppsyndrom“.

Was tun?

  • Im Bett den Oberkörper höher legen, damit dein Kind besser abhusten kann
  • viel Kräutertee trinken, und bei älteren Kindern Brust und Rücken mit ätherischen Öl-Salben einschmieren – nicht bei Babys oder Kleinkindern!
  • zum Arzt, wenn der Husten schon über zwei Wochen rumpelt, Schmerzen in den Atemwegen auftreten, der Husten nebst Schnupfen „unheilbar“ wirkt – siehe Allergie – oder sich Blut im Schleim schleicht

 

PLATZ 3: Nachfolgehit von Platz 2 – die “Bronchitis”

Was ist das?
Eine Entzündnung der Luftröhrenäste (Bronchien)

Was macht es?
Hustenschmerz mit Auswurf in Farben Weiß bis Gelb, Atembeschwerden, teilweise Fieber, Kind wirkt abgeschlagen und müde.

Woher kommt das?
Folgen von Nasennebenhöhlenentzündungen. Der Eiter aus der Nase läuft in der Nacht in den Rachen und verkeimt dann die Lungen.

Was tun?
Bronchitis muss behandelt und auskuriert werden, sonst wird sie gerne chronisch!

FEATURING: Obstruktive Bronchitis

Was ist das?
s.o.

Was macht es?
s.o. plus: Das Kind muss sich auch beim Ausatmen anstrengen!

Woher kommt das?
Eine Entzündung und Verschleimung der Bronchialschleimhaut fördert die Verkrampfung der feinen Muskeln in den Bronchialästen.

Was tun?

  • Siehe Asthma / Bronchitis
  • Nicht lange schnacken – ab zum Kinderarzt!

 

PLATZ 4: Grippaler Infekt (Erkältung)

Was ist das?
Die unterschiedlichsten, überall lauernden und schnell übertragbaren Viren bombardieren das kindlich noch nicht ausgereifte, ständig neu dazu lernende Abwehrsystem deines Sprosses, das sich ereifert Schutzstoffe zu bilden. Das klappt dann nicht im Moment aber in der Zukunft! Es wird geschätzt, dass jedes Kind bis zur Einschulung zwischen 8 und 12 grippale Infekte pro Jahr meistert. Wenn die nicht abgehärtet in die Penne spazieren, weiß ich es auch nicht mehr.

Erkältungen durch „Frieren“ haben übrigens einen sehr geringen Anteil.

Was macht das?
Die Viren fliegen direkt auf die Schleimhäute der oberen Atemwege. Halsschmerzen und Schnupfen plus später einsetzenden Husten plus Heiserkeit treten auf. Gerne Im Konzert mit Fieber. Die einen Kinder wollen sich ausruhen und ins Bett, die anderen trotzdem weiterspielen. Ist der Körper in der nassen und kalten Jahreszeit unterkühlt, sind die Schleimhäute weniger durchblutet und dadurch ein gefundenes Fressen für die Viren. Geschwächt kann unsere Abwehr aber auch durch jede Menge Stress oder permanenter Übermüdung werden.

Woher kommt das?
Tröpfcheninfektion as it`s best! Husten, Niesen, direkt ins Gesicht, in den leicht geöffneten Mund beim Spielen oder Teilen von Essen und Trinken.

Was tun?
Drei Tage kommt sie, drei Tage bleibt sie, drei Tage geht sie – rund neun bis zehn Tage hält einen der grippale Infekt in Atem. Tabletten lohnt es sich nicht zu schlucken – lieber Symptome klein halten.

  • Ausruhen und Schlafen
  • viel trinken, um den Schleim zu lösen. Gut sind Tees.
  • Luftfeuchtigkeit durch nasse Handtücher auf der Heizung erhöhen
  • eine Erhöhung für den Nachtschlaf ins Bett bauen, dass der Oberkörper höher liegt. Dann kann der Schleim abfließen
  • Kochsalzlösung als Tropfen zum Abschwellen der Nasenschleimhaut oder Nasenspray benutzen
  • ein Kinderarztbesuch drängt sich auf: bei apathischem Zustand deines Kindes, bei Fieber über drei Tagen, über zwei Wochen Dauerhusten, sonstige Schmerzen, wenn Durchfall oder Erbrechen auftreten, Blut im Schleim ist, Ohrenschmerzen dazu kommen, Hautausschlag auftaucht, die Mandeln eitrig den Rachen zu schwellen, der Schnupfen und der Husten gar nicht mehr aufhört (vielleicht eine allergische Reaktion)

Zusammengefasst: Alles, was über eine normale Erkältung hinaus geht bitte mit deinem Kinderarzt abklären!

 

PLATZ 5: Fieber

Was ist das?
Fieber ist eine natürlich Abwehrreaktion des Körpers, bei der die körpereigene Verteidigungskette den Ansturm von beispielsweise Schnupfen- und Hustenviren verhindern will.

Was macht das?
Traniger Blick, rotes Gesicht bei fahler Grundierung und vermutlich eine extrem quengelige und empfindliche Stimmung

Woher kommt das?
Fieber ist beliebter Trittbrettfahrer grippaler Infekte. Es klinkt sich außerdem bei Mittelohrentzündungen ein, bei Lungenentzündungen oder Magen-Darm-Infekten. Manchmal fiebern Kinder gefühlt grundlos am Abend und in der Nacht und am nächsten Tag sind sie wieder fit. Genauso kann es auch mal sein, dass sie zu viele Klamottenschichten getragen haben und deshalb „heiß“ laufen.

Fieberkurve lesen
Morgens ist die Körpertemperatur generell niedriger als abends. Das nur mal für den Hinterkopf. Die genaueste Form, die Temperatur zu messen ist „Thermometer im Po – Mexiko“, richtig: rektal. Dafür schmierst du ein bisschen Creme auf das digitale Messgerät und vorsichtig rein mit der Spitze. Nach 90 Sekunden ist der Spuk vorbei und du weißt, was Sache ist. Natürlich kannst du es auch über das Ohr messen, aber hier bist du keinesfalls so genau wie im Po unterwegs.

  • 36,5 bis 37,5           normale Körpertemperatur
  • 37,5 bis 38               erhöhte Temperatur
  • ab 38 Grad               Fieber
  • über 39 Grad           hohes Fieber

Panikbremse: Bei Kleinkindern düst die Temperatur mal fix in den Fieberbereich. Erst mal locker bleiben und regelmäßig Fieber messen. Steigt es kontinuierlich auf die Bremse steigen und Maßnahmen ergreifen!

Was tun?

Allgemein:

  • in die „Heia“ und ausruhen
  • viel Wasser, Tee und/oder Saft trinken
  • Essen nur auf Wunsch
  • vom Patienten benutzte Kleidung und Handtücher sowie Bettzeug waschen

Prekäre Lage:

  • “Wadenwickel“ – nasse Handtücher um die Waden und/oder Handgelenke wickeln, Plastiktüte drunter, damit das Bett nicht nass wird, und gut zudecken. Die Tücher immer wieder in einem Drei-Minuten-Rhythmus neu anfeuchten. Das ziehst du 20 Minuten lang durch! Rasant stürzt die Temperatur daraufhin in den Keller. Sollten die Waden wider Erwarten nicht heiß sein, dann keine Wickel anlegen. Die Haut muss an der Wickel-Stelle wirklich „glühen“.
  • Ab 38,5 Grad darfst du zu fiebersenkenden Mitteln greifen! Saft, Tabletten, Zäpfchen – die Auswahl ist bunt und vielfältig.
  • hält das Fieber drei Tage, sinkt es nicht trotz deines professionellen Maßnahmenkatalogs, treten weitere Symptome hinzu wie die üblichen Verdächtigen Durchfall, Kotzeritis, etc., wird dein Kind von Krämpfen geschüttelt oder ist trotz schwindenden Fiebers regelrecht wesensverändert – ab zum Arzt!

Kleiner Ausflug in den Fieberkrampf: Der Fieberkrampf ist eine spezielle, nicht bei allen Kindern auftretende Reaktion des Nervensystems, weil die Körpertemperatur so blitzartig nach oben schnellt. Bei Kindern, die zum Krampf neigen, sollten schon bei 37,5 Grad fiebersenkende Maßnahmen eingeleitet werden. In jedem Fall lohnt sich ein Gespräch mit dem Kinderarzt darüber. Im Idealfall verschreibt er euch prophylaktisch ein Medikament für den Notfall.

 

PLATZ 6: Grippe

Was ist das?
Influenzaviren stürmen den Körper.

Was macht das?
Fieber über 38,5 Grad, Reizhusten, Kopf- und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit. Dazu können auch Halsschmerzen kommen oder unkontrollierbare Schweißausbrüche. Kinder haben außerdem manchmal noch Erbrechen und Durchfall dazu im Programm.

Woher kommt das?
s. grippaler Infekt

Was tun?
Infizieren sich zusätzlich bakteriell die Atemwege droht eine Lungenentzündung. Deshalb sind Antibiotika notwendig. Ansonsten ab ins Bett und wie bei einem grippalen Infekt dein Kind gesund pflegen.

Vorbeugend kannst du deinen potenziell Gefährdeten gegen Grippe impfen lassen. Das wird zumeist im Oktober und November empfohlen.

 

PLATZ 7: Halsweh und Mandelentzündung

Was ist das?
Erkältungsbedingte Entzündung der Rachenschleimhaut. Gesellen sich Bakterien hinzu, kann aus den Schluckbeschwerden eine eitrige Mandelentzündung erwachsen.

Was macht das?
Ein Kratzen und Brennen im geröteten Rachen, dazu Schluckbeschwerden und teils geschwollene Lymphknoten. Bei einer eitrigen Mandelentzündung werden die Mandeln so groß wie Tisch- oder Tennisbälle, auf denen sich gelblichweiße Stippen bilden. Zu allem Überfluss stinkt dein Kind aus dem Mund wie ein Napf grüner Pansen. Dazu noch eine saftige Portion Fieber – fertig!

Wo kommt das her?
Halsschmerzen sind Freunde vom grippalen Infekt.

Was tun?

  • Halswickel in den Sorten „kalt“ oder „warm“ bei gleichzeitigem im Bett liegen
  • Salbeibonbons lutschen
  • Luftfeuchtigkeit im Zimmer mit nassen Tüchern auf der Heizung steigern
  • mit Kamille inhalieren
  • regelmäßig mit Salbei- oder Kamillentee oder Salzwasser gurgeln
  • Eitrige Mandelentzündungen müssen mit Antibiotika behandelt und anständig auskuriert werden, da sonst böse Erkrankungen an Nieren, Gelenken oder am Herzen drohen.
  • Eine Mandelentzündung in Verbindung mit Hautausschlag könnte übrigens Scharlach sein.
  • Den Arzt greifst du dir, werden die Schmerzen nicht weniger und bleibt die Rötung, tritt Fieber hinzu und/oder kleben gelbe Eiterpünktchen auf der Mandel kleben, oder serviert dir dein Kind einen fürchterlichen Hautausschlag

 

PLATZ 8: Mittelohrentzündung

Was ist das?
Die Schleimhäute der Ohrtrompete schwellen zu und verhindern das natürliche „Air Conditioning“ des Innenohrs.

Was macht das?
Schmerzen im Ohr und im Kopfinneren, das die Kinder zum ständigen ans Ohrfassen animiert und sie laut schreien und heulen lässt.

Woher kommt das?
Schleichen sich Bakterien oder Viren über die Ohrtrompete ins Mittelohr kann sich aus dem profanen Schnupfen oder der fast überstandenen Grippe eine blöde Mittelohrentzündung entwickeln. Achtung: Manchmal drücken sich Kinder selber kleine Gegenstände ins Ohr – die sich entzünden und zu Ohrenschmerzen führen können.

Was tun?

  • Wärmewickel ans Ohr und an den Kopf
  • Zugluft vermeiden
  • Bei leisem Verdacht auf Mittelohrentzündung direkt zum Arzt!

 

PLATZ 9: Bauchschmerzen

Was ist das?

Der Name ist Programm: Schmerzhaftes Ziehen im Bauch.

Woher kommt das?
Zu viel gegessen, zu ungesund gegessen, seit Tagen nicht auf dem Pott gewesen, ein Darminfekt, Stress und Aufregung oder etwas Falsches oder Schlechtes gegessen – es gibt vielerlei Gründe. Basieren die Schmerzen auf diesen Ursachen, sind sie eher die „weichen Vertreter“. Die harten, das sind die Bauchschmerzen, die mit einer Blinddarmentzündung oder einem Harnwegsleiden oder einer Lungenentzündung einhergehen.

 Was tun?

  • Wärmflasche
  • Bauchmassage
  • ein Becher Fencheltee
  • warme Worte

 Zum Kinderarzt geht es:

  • wenn die Schmerzen zulegen und sich nicht lindern lassen
  • wenn weitere Symptome wie Durchfall oder Schüttelfrost oder Fieber hinzu treten -  – wenn die Bauchdecke steinhart wie Hugh Jackman`s Sixpack ist
  • wenn sich der kleine, leidende Wurm gar nicht mehr beruhigen lässt und blass und abgespannt wirkt
  • Die starken Bauchschmerzen erkennst du an dem aschfahlen Gesicht deines Kindes, dem ständigen Gejaule und einem eingezogenen oder verhärtetem Bauch. Winkelt es außerdem die Beine an, wie Ronaldo nach einer Schwalbe, und bewegt sich nur noch träge, dann nicht lange mit dem Besuch beim Arzt zögern.

 

PLATZ 10: Durchfall

Was ist das?
Stinkender, häufiger und eher flüssiger Stuhl deines Kindes. Erkennungsmerkmal: Mehr als dreimal dünner Stuhl pro Tag = Durchfall!

Was macht es?
Großer Verlust an Salzen und Flüssigkeit. Austrocknungsgefahr gerade für kleine Kinder!

Woher kommt das?
Durchfall entsteht durch Viren und Bakterien wie hochansteckende Rota- oder Noroviren. Die Infektion verläuft durch Berührung. Die „Bazillen“ lungern auf Wasserhähnen, Lichtschaltern, Handys oder Türklinken, etc. herum. Danach ist der Finger wieder im Mund und bumm, sind sie im System!

Durchfall kann aber auch in anderen Fällen auftreten: Aufregung vor Reisen oder Tanzaufführungen, Stress, Unverträglichkeit von Medizin oder Lebensmitteln. Sowas ist in ein bis zwei Tagen geregelt und geht selten mit Fieber einher. Also ruhig mal kurz das Thermometer rauskramen.

Mit Fieber kannst du dir sicher sein, dass vermutlich eine Infektion den Körper deines Kindes beherrschen will!

Was tun?

  • Trinken ohne Ende, notfalls per Strohhalm
  • Diversität an Getränken bitte reichen: Elektrolytgetränke von deinem letzten „Iron-Man“ oder Fenchel- oder Kamillentee mit einem Hauch Salz und einem kleinen Löffel Traubenzucker / Brühe / Säfte mit hohem Kaliumanteil (Banane/Aprikose) – für den Klassiker „Cola und Salzstangen“ sind die Kleinen wohl noch zu jung
  • Versorgungssperre für feste Nahrung für etwa fünf bis sechs Stunden, danach mit leichter Kost starten wie Banane, ein bisschen Apfel oder Zwieback und Salzstangen
  • geht es deinem Kind wirklich den ganzen Tag dreckig, ist die Bauchwand stark angespannt, kommt Erbrechen dazu, trinkt es nichts, dann am späten Nachmittag noch schnell zum Kinderarzt. Länger als 12 Stunden bei den ganz Kleinen und 18 Stunden bei Schülern darf der Zustand nicht anhalten
  • wie schon mehrfach erwähnt: Hände waschen ist die beste Prophylaxe. Immer wieder. Nach dem Klo, vor dem Essen zubereiten, nach dem Windeln wechseln, etc.

 

PLATZ 11: Erbrechen

Was ist das?
Mageninhalt in schillernd matten Farben tritt den Weg zurück an und schießt aus dem Mund wie der Schleim aus dem Alien!

Was macht das?
Wie beim Durchfall: Flüssigkeit und Salze wollen sich verziehen. Es besteht auch hier Austrocknungsgefahr, die gerade Kleinkindern arg zusetzt!

Woher kommt das?
Aufregung, etwas Falsches gegessen oder sich nur den Finger aus Spaß in den Rachen gehalten. Mit Fieber haben wir mal wieder einen kleinen Virus an Bord. Die wieder zum Vorschein tretende Nahrung kommt dann in größer dimensionierten Portionen wieder raus und im weiteren Verlauf folgt dieser gelbe Schleim.

Was tun?

  • viel zu trinken verabreichen, ruhig auch nur in kleinen Schlucken
  • Essen erst rauskramen, wenn dein Kind auch essen will
  • zum Arzt geht`s, wenn du das Gefühl hast, dass es nicht mehr aufhört, Fieber hinzutritt, dein Kind das Trinken verneint, wenn das Erbrechen die Folge eines Sturzes oder Unfalls war, dein Süßer apathisch wirkt oder auch noch starkes Bauchweh hinzutritt

 

PLATZ 12: Lungenentzündung

Was ist das?
Eine Entzündung des Lungenbindegewebes oder der Lungenbläschen.

Was macht das?
Im Rahmen einer Bronchitis oder eines grippalen Infekts wird der Atem schnell und schwerfällig, der Husten trocken, das Fieber hoch, dazu beben die Nasenflügel und um den Mundwinkel herum färbt es sich bläulich.

Woher kommt das?
Die Lungenentzündung kann über Pilze, allergische Reaktionen und über Viren und Bakterien in den Organismus getragen werden. Babys und Kleinkinder infizieren sich vornehmlich über Viren, die etwas größeren Klein- und dann Schulkinder wählen lieber den bakteriellen Weg.

Was tun?

  • direkt zum Kinderarzt, wenn die Gefahr einer Lungenentzündung von dir diagnostiziert wird
  • bei einer bakteriellen Ursache der Lungenentzündung rückst du den Keimen mit Antibiotika auf die Pelle, die dein Kind auch bei einer viralen Ursprungs erhält, um eben die bakterielle ausschließen zu können.

 

PLATZ 13: Scharlach

Was ist das?
Bakterielles Mitglied im Kindergarten-Kosmos, das sich als Infektionskrankheit getarnt mehrfach dieselben Opfer aussucht.

Was macht das?
Hals, Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber, Übelkeit, manchmal auch Erbrechen, sind die Stammbesetzung. Schillerndes Symptom-Aushängeschild ist die typische „Himbeerzunge“ die die Zunge in edlem Dunkelrot präsentiert. Ein Ausschlag in der Leistengegend ist auch zu verzeichnen. Nach spätestens zwei Wochen zieht der Scharlachalptraum aber wieder weiter.

Wo kommt das her?
Streptokokken wandern per Tröpfcheninfektion wie Husten oder Niesen von einem Körper zum nächsten. Manche lauern auch gerne auf Spielzeugen oder anderen Gegenständen.

Was tun?
Zum Arzt und Antibiotika verschreiben lassen, ansonsten drohen später schwere Folgeerkrankungen wie Herz- und Nierenprobleme.

Es gibt einen Scharlachschnelltest beim Kinderarzt – einmal Stäbchen rein und schon folgt das Resultat. Somit kannst du deinem Kind beispielsweise auch vorsorglich das Antibiotikum besorgen, wenn im Kindergarten Scharlachalarm herrscht!

 

PLATZ 14: Verstopfung

Was ist das?
Eine kurzzeitige Störung der Darmfunktion, sollte sie nicht chronisch sein.

Was macht das?
Unten kommt nichts raus. Vielleicht nur einmal in einer Woche! Und das ist steinhart! Dazu kommen Bauchschmerzen, ein Meiden der Toilette oder Schmerzen beim Pressversuch.

Woher kommt das?
Hängt meistens mit dem Lebensstil zusammen. Zu wenig getrunken, zu wenig bewegt, Stress und ungesundes oder zu hastiges Essen. Auch ein oftmaliges Wegdrücken des Stuhlgangs kann zu einer Verstopfung führen!

Was tun?

  • viel trinken und bewegen
  • Ballaststoffreiche Nahrung wie Obst, Gemüse oder Vollkornprodukte auf den Speiseplan hieven
  • um Schwung in den Darm zu bringen wirken immer Trockenobst, Leinsamen, Naturjoghurt oder Weizenkleie gut
  • kleine Bauchdeckenmassage oder ein warmes Bad
  • zum Arzt geht es nach fünf Tagen „kotfrei“ und begleitenden Bauchschmerzen oder überhaupt bei irgendwelche Begleiterscheinungen, die pathologisch wirken

 

PLATZ 15: Furzalarm (bekannt als Blähungen)

Was ist das?
Gasbildung im Magen-Darm-Trakt

Was tun?

  • Im Uhrzeigersinn um den Bauchnabel herum massieren. Sanft und mit Öl.
  • zukünftig darauf achten, dass dein Kind das Essen nicht in ganzen Schweinehälften verschlingt, sondern ruhig und ausreichend kaut
  • ein paar Becher Fenchel-,Anis- und/oder Kümmeltee
  • Statt einer riesigen Portion Essen lieber kleine bekömmliche Häppchen servieren
  • blähende Lebensmittel wie Kohl oder Linsen (siehe auch „Papa To Go“) nur in geringen Dosen an Kinder verabreichen.
  • Bewegung ist gut gegen Fürze statt Rumsitz- und Liegefürze zu verstärken. Neben kleinen Spaziergang können auch Gymnastikübungen wie Kerze oder Radfahren die Lüftchen lösen
  • lieber Kohlensäure arme Getränke reichen

 

PLATZ 16: Allergien

Was ist das?
Abwehrreaktion des Körpers gegen Stoffe aus der Umwelt, die eigentlich null schädlich sind! Im Ranking weit vorne sind Allergien gegen pflanzliche und tierische Eiweiße, wie zum Beispiel Hausstaubmilben, Pollen, Tierhaare oder Milch und Eier, etc.

Was macht das?
Hautjucken, starker Schnupfen, tränende Augen, Niesen, Atemnot, Durchfall sind typische allergische Reaktionen.

Woher kommt das?
Die Neigung zur Allergie gibt`s oftmals von den Vorfahren gratis dazu! Ist einer der Elternteile Allergiker liegt die Chance bei immerhin 20 bis 40 Prozent seinem Spross den Spaß an Nüssen, Tierhaaren oder Staubmäusen erblich verdorben zu haben. Niest das Paar gar im Chor, kreuzt ein Hund die Straße, dann liegt die Möglichkeit glatt bei 60 bis 80 Prozent!

Interessant: Mittlerweile hat schon jedes fünfte Kind eine Allergie in Deutschland mit den Folgen von Neurodermitis, Asthma oder Heuschnupfen.

Was tun?

Vorbeugend bei Allergierisiko:

  • Nicht in den eigenen vier Wänden rauchen!
  • es muss keine Katze sein, gegen einen Vogel, einen Hamster oder eine Schildkröte ist allerdings nichts einzuwenden. Aber lieber mal den Onkel Doktor fragen will Sohnemann einen Hund
  • Weil Studien es in Bezug auf Asthma belegen: dein Kind sollte nicht übergewichtig sein
  • trotz Allergierisiko alle Impfungen mitnehmen. Es herrscht die verbreitete Annahme, dass sie das Risiko senken
  • ein kühles, trockenes Raumklima in den Schlafgemächern ist wichtig – und immer gut lüften. Schimmelpilze erhöhen nämlich das Allergierisiko

 

PLATZ 17: Asthma

Was ist das?
Chronischer Husten, der bei Kindern über Zwei als „Asthma Bronchiale“ immer allergischen Ursprungs ist, unter Zwei ein Atemwegs-Dauerbrenner und bis zur Pubertät sporadischer Begleiter werden kann, bevor er sich bestenfalls verabschiedet. Einige bleiben aber auch im späteren Dasein sensibel und empfänglich für diese Husteneinlagen!

Was macht das?
Die chronisch auftretende Einengung der Atemwege erschwert die Ausatmung.

Bei einem Asthma-Anfall leiden die Kinder deshalb arg an Atemnot und somit kommt es zu Sauerstoffmangel mit einhergehender Todes-Angst und Panikreaktion.

Woher kommt das?
Allergisch gesehen haben wir Pollen, Milben, Schuppen von Tierhäuten, etc. auf der Fahndungsliste. Vorausgesetzt ist auch eine vererbte körperliche Offenheit und Sensibilität für dieses Thema, im Fachjargon „Hyperreagibilität“. Da darf sich der kleine Fratz bei dir und deiner Göttergattin bedanken, dass er auf Umweltreize und emotionale Situationen reagiert. Doch auch Zigarettenrauch, Kälte oder Anstrengungen können einen Anfall auslösen.

Was tun?

  • Asthma ist kein Spaß und mitunter lebensbedrohlich – daher halten Medikamente die chronische Atemwegserkrankung klein!
  • für Anfälle gibt es Asthma-Spray, dass die Bronchien sofort erweitert
  • alle, die sich mit deinem Kind befassen und es auch beaufsichtigen, müssen über die Allergie mit asthmatischen Folgen Bescheid wissen, natürlich auch, wie sie reagieren sollen bei einem Anfall
  • für dein Kind gibt es Kurse, in denen die kleine Patienten lernen, mit Übungen den Anfällen ein Schnippchen zu schlagen
  • Weitere Vorbeugungen bei Asthma oder Heuschnupfen:
  • Wurde draußen gespielt, dann nach Betreten der Wohnung Klamotten wechseln und vorm zu Bett gehen immer Haare waschen
  • Keine Milben-Mutterschiffe wie Teppiche im Kinderzimmer horten
  • Matratze, Bettwäsche und Laken regelmäßig waschen – Bett also so gut wie möglich Milbenarm bzw. frei halten
  • Rauchverbot!
  • Zwischen 19 und 24 Uhr viel lüften. Pollen werden meistens ganz früh morgens zwischen vier und sechs Uhr ausgeschüttet, deswegen in den frühen Morgenstunden die Fenster verschlossen halten
  • auf den Pollenflugkalender achten, ansonsten lieber draußen spielen lassen, wenn es windstill ist, nachmittags oder im oder nach dem Regen. Das gilt alles nur, wenn ihre individuelle Pollenflugphase angesagt ist.
  • bei heftiger Tierhaarallergie musst du mit deinem Kind einen weiten Bogen um die betreffenden Exemplare machen und notfalls euren Hund ausquartieren!

 

PLATZ 18: Harnwegsinfekt

Was ist das?
Ein Infekt der Harnwege

Was macht das?
Es herrscht der Drang zum ständigen Wasser lassen, das dauerhaft von Schmerzen und einem Brennen in der Harnröhre begleitet wird. Das kann dir dein Kind aber noch nicht erklären, weshalb es sich unten rum viel juckt und kratzt und einfach maulig und unausgegoren auf dich wirkt. Ist dein Kind schon lange trocken, nässt jedoch plötzlich nachts wieder ein, dann könnte dies auch ein Zeichen eines Harnwegsinfekts sein.

Woher kommt das?
Bakterien treten von außen in die Harnröhre ein und schleichen sich von dort aus in die Blase und in die Harnleiter, wo sie zu einer amtlichen Entzündung heranreifen. Oftmals unterstützt eine leichte körperliche Unterkühlung diesen Prozess, Stichwort: „auf kalten Steinen sitzen“. Die Bakterien können auch vom Darm stammen, wo sie vom Po rüber in die Scheide hüpfen. Mädchen erkranken nicht nur deshalb öfter daran, auch, weil ihre Harnröhre kürzer ist als bei den Herren der Schöpfung!

Ein Harnwegsinfekt kann sich zu einer waschechten Nierenbeckenentzündung mausern, die meistens mit Fieber, Bauch- und Rückenschmerzen und sogar mit Erbrechen einhergehen kann. Der Urin ist trüb und es kann auch mal Blut mit drin sein.

 Was tun?

  • Trinken, Trinken, Trinken
  • es gibt harntreibende Mittel, von denen aber vor dem Schulalter abgeraten wird
  • auch vorbeugend hilft immer Trinken!
  • mit so einem Infekt solltest du auf jeden Fall dein Kind zum Arzt schleppen, um das einmal sauber abzuklären und eine vollständige Genesung zu gewährleisten – chronische Harnwegsinfekte sind total unangenehm und können final die Niere malträtieren
  • Bei häufigem Auftreten eines Harnwegsinfekts lass mal die Harnwege deines Kindes durchleuchten.

 

PLATZ 19: Pseudo-Krupp

Was ist das?
Erkrankung durch eine Infektion der Atemwege, bei der die Schleimhäute am oberen Luftröhrenabschnitt sowie am Kehlkopf arg geschwollen sind. Betroffen sind Kinder bis sechs Jahre. Danach sind Luftröhre und Kehlkopf so geweitet das nichts mehr anbrennen dürfte.

Was macht das?
Das Einatmen fällt schwer und mündet oft in plötzliche Hustenattacken, die nicht selten von Panikgefühlen begleitet werden. Das Kind hat das Gefühl zu ersticken. Jeder Atemzug klingt wie von „Darth Vader“. Jungs sind eher als Mädchen die „Zielgruppe“ von Pseudokrupps. Sind sie dann noch dick ist die Gefahr weitaus höher.

Woher kommt das?
Durch Virusinfektionen durch Kinderkrankheiten-Keime wie zum Beispiel Masern oder durch ganz banale Grippe-Viren. Manchmal ist der Pseudokrupp das Ende des Fahnenmasts nach einem grippalen Infekt, der auf einer Pobacke auskuriert wurde, manchmal ist er auch die Folge eines Bakterien-Angriffs oder einer Allergie wie gegen Katzenhaare.

Was tun?

  • Bei einem Krupp-Anfall Kind in den Arm nehmen und aufrecht setzen: warmes Wasser in die Badewanne oder ins Waschbecken einlaufen und dein Kind dieses inhalieren lassen. Alternativ dein Kind vor den geöffneten Kühlschrank stellen oder Fenster weit aufreißen – das allerwichtigste ist: Luft muss her! Danach Kaltgetränke reichen.
  • Halte deine Wohnung rauchfrei, denn der Qualm forciert einen Pseudokrupp
  • Im übelsten Fall kann ein Pseudokrupp zur Erstickung führen. Ist die Atemnot deines Kindes unerträglich – Notarzt rufen.
  • Einmal Pseudokrupp, immer Pseudokrupp? Nicht unbedingt, aber du bekommst für dein Kind nach dem einmaligen Vorfall vom Arzt ein Cortison-Zäpfchen, das im Falle eines erneuten Krupps einfach reingejagt werden kann, um die Schleimhäute abschwellen zu lassen.
  • Zum Arzt geht`s bei dem besagten, plötzlich bellenden Husten
  • Bei Erstickungsgefahr direkt Notarzt rufen und überhaupt bei jedem Pseudokrupp

 

PLATZ 20: Rotavirus-Infektion

Was ist das?
Rotaviren sind Auslöser starken Durchfalls.

Was macht das?
Wässriger Durchfall und Erbrechen mit starkem Fieber, Husten, Schnupfen und Bauchschmerzen – das Martyrium dauert zwei bis sechs Tage an. Es droht schnell die Gefahr von Austrocknung, gerade bei den ganz frischen und den Klein-Kindern. Austrocknungssymptome sind Abgespanntheit, Blässe, beschwerliches Atmen durch den auch äußerlich trockenen Mund.

Woher kommt das?
Rotaviren sind Freunde der finsteren und kalten Jahreszeit. Treffen sie dann auf schwache, sich noch im Aufbau befindliche Abwehrsysteme, fallen sie wie eine Horde Vandalen ein und nehmen die Bude in Beschlag. Zielgruppe sind daher Babys und Kinder bis zum 6. Lebensjahr.

 Was tun?

  • Wie bei Durchfall – viel Flüssigkeit, am besten mit Elektrolyten versetzt trinken. Dazu Tees mit Salz und Traubenzucker. In der Apotheke gibt es aber auch pures Elektrolytpulver.
  • alle übrigen Familienmitglieder sollten sich warm anziehen, nicht wörtlich, sondern in Bezug auf die Hygiene. Schön Hände waschen, vorm Essen und nach dem Klogang. Kloreinigung sollte mit Desinfektionsmitteln stattfinden.
  • Wer Lust hat, kann sein Kind dagegen impfen lassen – der Impfstoff ist vorhanden, ohne Spritze sondern als Schluckimpfung.

 

PLATZ 21: Mundfäule

Was ist das?
Keine Krankheit aus dem Mittelalter, sondern ein Erkrankung der Mundschleimhäute. Zielgruppe sind eher Kleinkinder.

Was macht das?
Bläschen bevölkern Mund- und Rachenschleimhaut, Fieber tritt auf und dann droht der „Super-Gau“: Die Bläschen platzen und Mini-Geschwüre entstehen, die jeden bei Nahrungsaufnahmeangeboten sofort abwinken lassen. Aus dem Hals wird amtlich nach Silo und frisch abgesetztem Kaninchenblinddarmkot gestunken. Der Horror ist nach einer Woche vorbei. Ansteckend ist der Aussätzige dann auch nicht mehr.

Woher kommt das?
Die Mundfäule wird durch das Herpes-Virus (HSV-1) ausgelöst, das fast jeder in sich trägt, ohne irgendwelche Probleme im Gesicht zu haben.

Was tun?

  • Mundspülungen und Tinkturen regieren den Heilungsprozess
  • wieder mal viel trinken
  • statt Königsberger Klopse empfehlen sich Quarkspeisen, Pudding oder Joghurt
  • auf alle Fälle bei Bläschenbefall den Arzt mal drauf gucken lassen